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    Alle Werkstoffe, die den elektrischen Strom leiten, lassen sich induktiv erwärmen.

    Hauptsächlich werden Metalle und Legierungen durch Ihre guten elektrischen

    Leitfähigkeit induktiv erwärmt. Die induktive Erwärmung selbst beruht auf folgendem

    physikalischen Prinzip : Wird der zu erwärmende Metallkörper dem Einfluss eines

    elektromagnetischen Wechselfeldes ausgesetzt, so wird ihm ein elektrischer Strom

    induziert . Der Stromfluss bewirkt eine Erwärmung des Metalls.

    Beim Erwärmen auf Härtetemperatur wechselt die Struktur des Eisengitters von

    kubisch -raumzentriert zu kubisch –flächenzentriert. Die Kohlenstoffatome diffundieren

    ins Gitter. Durch sehr schnelles Abkühlen ( Abschrecken ) klappt das Eisengitter wieder

    zurück, ohne dass der Kohlenstoff seinen Platz wechseln kann. Die Kohlenstoffatome

    werden im Metallgitter festgehalten . Die dadurch erzielte Verzerrung des Raumgitters

    macht sich makroskopisch als Härtesteigerung des Materials bemerkbar.

    Die induktive Erwärmung ist somit ein unmittelbares Erwärmungsverfahren. Die Wärme

    wird im Werkstück selbst und nicht etwa von außen durch Wärmeleitung , Konvention

    oder Wärmestrahlung übertragen.

    Um die Werkstoffeigenschaften eines Materials zu verbessern dient grundsätzlich eine

    Wärmebehandlung. Durch diese Gefügeumwandlung lassen sich Härte, Sprödigkeit,

    Zähigkeit, innere Spannungen u.ä. beeinflussen.

    Die Induktionshärtung ist ein bewährtes Verfahren zur Qualitätssteigerung von

    Präzisionsteilen aus Stahl, Stahlguß, oder Grußeisen. Diese Werkstücke werden auf

    ca. 900°C erwärmt und sofort wieder abgeschreckt. Als Abschreckmittel kommen Wasser

    ( weiches Wasser ist zum Abschrecken wesentlich günstiger als hartes ) , Luft, Öl oder

    Emulsionen in Frage. Bei der Härtung spielt der Kohlenstoffgehalt eine wichtige Rolle.

    Für einen nennenswerte Härte sollte der Kohlenstoffanteil mindestens 0,35 % betragen.

    Induktionshärteverfahren :

    • Standhärten
    • Umlaufstandhärten
    • Vorschubhärten
    • Umlaufvorschubhärten

 

    Vorteile der Induktionshärtung

    • partielle Härtung
    • schnelle Erwärmung
    • hoher Durchsatz
    • Zunderarmut
    • geringster Verzug
    • keine Grobkernbildung
    • keine Wärmebelästigung
    • keine Umweltbelastungen
 
 
induktiv   *   härten   *   vergüten   *   glühen   *   anlassen   *   löten